Lieblingsschnipsel gibt Euch 10 Tipps zu Eurer Papeterie!

Hallo, ich bin Theresa und gestalte mit viel Leidenschaft individuelle Hochzeitspapeterie unter dem Label lieblingsschnipsel. Ich habe Kommunikationsdesign studiert und 2016 für die Hochzeit einer Freundin die Hochzeitseinladungen, Menükarten, Kirchenhefte, ein Gästebuch und schließlich auch die Danksagungen gestaltet. Danach kam eine Freundin von ihr und wollte auch „sowas“ haben – aber anders. So wurde lieblingsschnipsel geboren. Ich liebe es, gemeinsam mit euch ganz unterschiedliche Konzepte zu entwickeln und euer eigenes Design zum Leben zu erwecken. Dabei ist es egal, ob ihr eine moderne Boho-Hochzeit in einer Eventscheune, eine romantische Vintage-Hochzeit, eine Event-Hochzeit z. B. in einem Freizeitpark oder ganz anders feiert. 

Ich habe euch 10 Tipps zum Thema Hochzeitspapeterie mitgebracht: Es geht um die Themen Ablauf, Produkte, Kosten, Nachhaltigkeit und vieles mehr.

Tipp 1: Kümmert euch früh genug um euer Hochzeitsdesign.
Sobald euer Hochzeitstermin und ggf. auch schon euer Konzept (gewünschte Location, Farben, Stil der Hochzeit, etc.) feststehen, solltet ihr euch überlegen, wie eure Hochzeitspapeterie aussehen soll. Stellt euch zuallererst die Frage, ob ihr bei einem großen Online-Anbieter eure Hochzeitskarten bestellen möchtet, einen Papeterie-Design für ein individuelles Design beauftragen wollt oder die Einladungen & Co. selbst gestalten und basteln möchtet. 

Wenn ihr einen Grafiker beauftragen möchtet, könnt ihr diesen auch schon suchen und anfragen, bevor alle Details eurer Hochzeit feststehen. Hier ist ein erstes Kennenlernen (auch per Telefon oder Skype) wichtig, damit die Chemie stimmt und ihr eure Wünsche gut äußern könnt. Das Anfertigen eures individuellen Hochzeitsdesigns dauert auch ein wenig, sodass euer Papeterie-Dienstleister schon beginnen kann und ihr dann erst kurz vor dem Druck Datum und Uhrzeit durchgebt.

Tipp 2: Legt euch auf ein Konzept fest und gestaltet die Papeterie mit einem roten Faden.
Eure Gäste erhalten eure Save The Date Karte oder Hochzeitseinladung als ersten offiziellen Teil eurer Hochzeitsfeier. Hier bekommen sie einen ersten Eindruck eurer Hochzeit. Daher sollte euer Design auch zu euch und eurer Feier passen. Legt euch auf ca. zwei Schriftarten und ein paar Farben fest, diese sollten gut miteinander harmonieren (außer ihr feiert eine bunte Gartenparty, dann darf es natürlich auch bunt und „laut“ gestaltet sein). Vielleicht habt ihr auch ein gemeinsames Hochzeitslogo oder möchtet euch eins gestalten lassen, das ihr als immer wiederkehrendes Element in die Papeterie einbaut? Schaut auf jeden Fall, dass ihr immer die gleichen Schriften, die gleichen Farben und die gleichen Elemente verwendet. Super ist auch, wenn immer das gleiche Papier und z. B. zusätzliche Veredelungen wie handgerissene Kanten immer wieder auftauchen. So sind auch die kleinen Details eurer Hochzeit stimmig und alles passt zusammen. 

Besprecht auch das Dekokonzept passend zu eurer Papeterie. So werden Menükarten und Namensschilder auf den Tischen sogar zu Dekoelementen und können wunderbar auf dem Hochzeitstisch integriert werden.

Tipp 3: Setzt das Rückmeldedatum auf der Hochzeitseinladung lieber etwas früher an, als nötig.

Gebt auf eurer Hochzeitseinladung euren Gästen den Hinweis, dass sie sich bei euch zur Hochzeit „anmelden“ bzw. absagen sollen, wenn sie an dem Tag nicht können. Das hilft euch bei der Planung und senkt gleichzeitig die Kosten, da der Caterer beispielsweise nur für die Gäste das Hochzeitsessen vorbereitet, die auch wirklich kommen.

Bei der Rückmeldefrist auf der Hochzeitseinladung ist es sinnvoll, diese ein paar Wochen vor das Datum zu setzen, an dem ihr wirklich die Rückmeldung (z. B. für die Location) benötigt. Die Erfahrung zeigt, dass manche Gäste (und die gibt es wirklich bei jeder Hochzeitsgesellschaft) vergessen, euch eine Rückmeldung zu geben und ihr müsst diese dann noch einmal nach dem abgedruckten Datum anrufen oder anschreiben. 

Eigentlich sollte ja auch jeder, der an dem Tag bisher nichts Wichtiges vorhat, euch zusagen – außer es geht um Arbeitspläne oder andere nicht selbst beeinflussbare Dinge. 

Tipp 4: Überlegt euch, welche Papeterie-Produkte ihr wirklich benötigt.

Manche Papeterie-Produkte sind für mich Must-Haves: Dazu gehören definitiv Hochzeitseinladungen und Danksagungen. Auch eine Save The Date Karte macht für mich Sinn, wenn ihr in den Sommermonaten heiratet oder ca. 8 Monate vor der Hochzeit noch nicht alle Infos und Details habt. So können sich eure Hochzeitsgäste den Tag schon einmal freihalten und es reicht, wenn ihr 3-4 Monate vor der Feier die Hochzeitseinladungen verschickt. 

Ich persönlich finde auch eine Menükarte sehr nützlich, egal ob ihr ein Buffet oder ein Menü am Platz anbietet. So können sich eure Gäste bereits vorab auf das Essen einstellen.
Wenn ihr mit einer größeren Gesellschaft feiert, ist auch ein Sitzplan inkl. Tischnummern und Namenskärtchen sinnvoll. So werden keine Familien auseinandergerissen oder es kommt nicht zu „komischen“ Konstellationen am Tisch. Es sorgt auch dafür, dass die Gäste ohne großes Chaos und Stühle rücken Platz nehmen können.

Wenn ihr eine kirchliche Trauung habt und eure Gäste die Lieder mitsingen sollen, die evtl. nicht im Gotteslob abgedruckt sind, dann empfehle ich euch auch ein Liedheft. Ein Heft für zwei Personen ist hierbei auf jeden Fall ausreichend. Und ich finde auch ein Gästebuch (in welcher Form auch immer) eine tolle Möglichkeit zur Erinnerung an eure Gäste und die Hochzeitsfeier.

Es gibt auch noch zahlreiche Nice-To-Have-Produkte wie ein Willkommensschild (siehe Tipp 5), kleine Schilder für den Sweet Table oder die Notfallkörbchen, Musikwunschkarten, und vieles mehr. Hier gibt es glaube ich nichts, was man nicht machen könnte.

Tipp 5: Gestaltet ein neutrales Willkommensschild.

Ein Willkommensschild ist eine super Idee zur Begrüßung der Hochzeitsgäste. Meist treffen die Gäste vor dem Brautpaar an der Location ein. Wenn hier schon ein Schild mit „schön, dass du da bist“ oder einem ähnlichen Spruch steht, fühlt man sich doch gleich willkommen. Ich finde es schade, wenn auf dem Willkommensschild zu viele Details der Hochzeitsfeier (wie z. B. Datum, Ablauf, Ort) stehen. Ist es nicht viel schöner und individueller, wenn hier EUER Spruch oder „Willkommen bei Familie Müller“ steht und ihr so den Gästen zeigt, dass ihr ab sofort wirklich zusammengehört? Das Gute daran ist, wenn ihr es nicht komplett auf die Hochzeit bezieht, dass ihr es problemlos als Dekoelement Zuhause weiterverwenden könnt. Das ist gleich viel nachhaltiger und ihr erinnert euch immer an euren großen Tag, wenn ihr nach Hause kommt.

Tipp 6: Achtet bei den Papieren für eure Hochzeitspapeterie auf nachhaltige Zertifikate. 

Bei einer Hochzeit entsteht (wenn man nicht explizit darüber nachdenkt und es anders macht) sehr viel „Papiermüll“. Natürlich wäre es toll, wenn sich eure Gäste alle die Save The Date Karte, Hochzeitseinladung, Menükarte, Danksagung, etc. mit nach Hause nehmen und dort aufbewahren, statt wegzuwerfen. Dies ist aber glaube ich bei den meisten Hochzeitsgesellschaften eher Wunschdenken als Realität. Achtet also am besten auf nachhaltige Papiere – denn diese sehen nicht mal mehr nach grauem Recyclingpapier aus, wie es vor einigen Jahren noch der Fall war. Am einfachsten ist es, wenn ihr euch für Papier mit dem FSC-Zertifikat oder dem Blauen Engel entscheidet. Super ist es natürlich auch, in Druckereien drucken zu lassen, die umweltschonend produzieren. 

Tipp 7: Plant die Portokosten für eure Hochzeitseinladungen und Danksagungen ins Budget ein. 

Quadratische Formate und Karten mit Trockenblume und Seidenband sehen toll aus, sind aber auch meist teurer im Porto, weil sie nicht als Standard-Brief versendet werden können. Nicht nur einmal waren meine Brautpaare froh bei der Beratung, als ich sie darauf hingewiesen habe und sie mehrere Hundert Euro sparen konnten. Kleines Rechenbeispiel gefällig?
Ihr wollt 60 Save The Date Karten, 60 Hochzeitseinladungen und 60 Danksagungen an eure Gäste verschicken.
Wenn ihr ein quadratisches Format wählt, liegt das Porto pro Karte bei 1,55€. Das macht dann knapp 280€ nur für das Porto.
Wählt ihr stattdessen als Save The Date-Karte und Danksagung eine Postkarte, die ihr ohne Briefumschlag für 0,55€ verschickt und eine Einladung in einem Standard DIN-Format, die für 0,80 € versendet werden kann, dann spart ihr fast 170€. 

Tipp 8: Übernehmt einen Teil der Papeterie selbst, um eure Hochzeitseinladungen noch individueller zu machen.

Ihr könnt super aquarellieren? Warum malt ihr nicht eine Illustration, die euer Papeterie-Designer mit in das Hochzeitsdesign einbindet?

Oder ihr kümmert euch um das Adressieren der Briefumschläge, das Knoten von Seidenbändern und Einstecken eines Trockenblümchens, das Versiegeln der Karten oder was auch immer euch einfällt. Bei mir als Papeterie-Designerin könnt ihr immer ein paar Schritte selbst übernehmen und so eure Karte noch ein wenig mehr individualisieren – und Geld sparen.

Tipp 9: Die Papeterie, das gesamte Konzept und eure Hochzeit soll zu euch passen.

Der für mich wichtigste Punkt bei der Hochzeitsplanung: Macht eure Hochzeit zu EURER Hochzeit. Lasst euch auf Instagram, Facebook und Pinterest sowie in Brautmagazinen und von anderen realen Hochzeiten inspirieren. Vergesst dabei aber nicht, dass ihr Zwei eine ganz eigene Geschichte habt und eure Gäste euch so kennen. Wenn es schon immer euer Wunsch war, nur zu zweit am Strand zu heiraten, man das aber bei euch im Dorf „nicht so macht“, dann könnt ihr das natürlich trotzdem tun. Und sollt ihr auch! Wenn ihr rosa und orange mögt, es aber keine klassische Farbkombination ist, dann sollt ihr auch das in euer Konzept mit aufnehmen. Lasst euch nicht in eure Hochzeit reinreden und gestaltet sie ganz so, wie ihr es euch wünscht. Es wird immer jemanden geben, der das Hochzeitskleid selbst nicht tragen würde oder sich beim Bräutigam statt einer modernen Fliege eine klassische Krawatte gewünscht hätte. Na und? Ihr könnt es nicht jedem recht machen – aber macht es auf jeden Fall euch selbst recht. 

Tipp 10: Nichts geht über Erinnerungen!

Schafft euch eine Kiste für eure Hochzeitserinnerungen an und sammelt dort z.B. ein Foto vom Antrag, eine getrocknete Blüte aus dem Brautstrauß, eine Probe des Hochzeitsparfüms und alles, was euch noch einfällt. Und bestellt von jedem Produkt eurer Hochzeitspapeterie eine Karte mehr, sodass auch diese mit in die Erinnerungskiste wandert und ihr euch hoffentlich noch in vielen Jahren zusammen an die wundervollen Momente erinnern könnt.

Ich hoffe, euch haben die 10 Tipps zum Thema Hochzeitseinladung, Save The Date, Danksagungen und Co. gefallen. Wenn ihr noch mehr Infos rund um individuelle Hochzeitspapeterie lesen möchtet, schaut gern auf meiner Website oder bei Instagram vorbei.

Ich freue mich auf euch – und macht euch eine tolle Hochzeit!

Alles Liebe,
Theresa

www.lieblingsschnipsel.de

Instagram: @lieblingsschnipsel

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